Adolf Dietrich lebte ohne Unterbruch in seinem kleinen Haus in Berlingen am Untersee. Das Zeichnen und das Malen war zuerst Freizeitbeschäftigung. Nach ersten Ausstellungen in Konstanz wagte er sich an die Ölmalerei.
In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde er vom deutschen Kunsthändler Herbert Tannenbaum entdeckt. Im Umfeld der Neuen Sachlichkeit feierte Dietrich in den zwanziger und dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts wichtige Erfolge und konnte sich im Folgenden hauptsächlich der Malerei widmen.
Während des 2. Weltkriegs wurde er in der Schweiz als naiver Künstler entdeckt. Als „Schweizer Rousseau“ erlangte er Berühmtheit weit über die Grenzen des Landes hinaus. Heute wird Adolf Dietrich in der Schweizer Kunstszene im gleichen Atemzug wie Ferdinand Hodler, Felix Valotton oder Albert Anker genannt.
Bibliografie:
Heinrich Ammann / Christoph Vögele: Adolf Dietrich: Werkkatalog, Weinfelden 1994
Dorothee Messmer / Markus Landert: Adolf Dietrich: Malermeister - Meistermaler. Ein Glossar, Sulgen 2002